​Schuldspruch ‚Im Namen des Volkes’ CD  (REVIEW)

Man sagt ja, dass es gerade ein 90er Revival gibt und somit passt die CD von Schuldspruch, auch wenn sie schon ein paar Tage alt ist, eigentlich super in die Zeit. Die hier dargebotenen Klänge werden jeden Fan der zweiten deutschen Oi! Welle in den 90ern entzücken, bei mir jedoch hinterlässt die Scheibe ein eher unklares Gefühl. Von eingängigen und durchaus hitverdächtigen Songs wie ‚Das Netz vergisst nicht’- bis hinzu sehr rumpeligen und eher unausgegorenen Machwerken. Textlich sieht es ähnlich aus, von mal platt bis eher doof -‚Halts Maul’ (Tenor: Eh du studiertes Arschloch, erzähl mir nicht wie die Welt aussieht und steck die BILD Zeitung (sic) weg), über durchaus überlegte Texte, wie oben genannter Song oder auch ‚Wahre Natur’, hinzu zu durchaus witzigen Liedern wie ‚ Die Antispeziesistische Aktion’. Das durchaus schicke Cover verstärkt den verwirrenden Eindruck noch – Skinheads vor Friedrich II, Titel der Platte ‚Im Namen des Volkes’. Da passt einiges nicht wirklich zusammen, aber das traf auf die meisten 90er Oi! Bands ja auch zu. Für Fans der Zeit und Mucke sicherlich empfehlenswert, für mich nicht wirklich. 
(Thorsten / Street Justice Rec.)