“Club Steelbruch – Hinter den Kulissen”

Heute wollen wir euch mal etwas von den Highlights im Club Steelbruch erzählen, was dort alles so für scharfe Sachen hinter den Kulissen passiert sind, in gerade mal einem Jahr Clubgeschichte.

Angefangen beim aller ersten Konzert mit „Grade 2″ und den „Cunninghams“ als Arny Nashville den legendären Sprung auf der Bühne hinlegte und diese auch noch hielt. Das war für alle die an diesem Projekt beteiligt waren ein sehr großer Moment. Unsere Kinnladen vielen in dem Moment runter, als er auf die Box kletterte und zum Sprung ansetzte. Wir suchten uns einander im Saal mit den Augen und als er heile landete und die Bühne heil blieb, huschte ein erleichtertes Lächeln über unsere Gesichter und die Fäuste gingen in die Höhe. Unvergessen solche Momente im Leben der Anderen, die hinter den Kulissen am Machen sind und nicht den Applaus im Scheinwerferlicht der Show ernten.  Das Foto von dem Sprung hängt übrigens im Club in der Küche an der Wand.

Weiter ging es im Oktober 2015 als „Uchitel Truda“ aus Moskau zu einem Konzert an einem Sonntag angekündigt wurden und sich ihr Schlagzeuger am selben Tag in Berlin von der Band absetzte. Die Jungs und das Mädel waren stundenlang im Club voll aufgeregt und trauten sich gar nicht uns davon zu erzählen. Letztendlich fand das Konzert dann doch noch statt als Unplugged / Instrumental Version, völlig ohne Schlagzeugeinlagen.  Ich glaube, die Band wird sich selbst immer wieder an dieses Konzert erinnern, wenn sie spätestens als Großväter ihren Enkeln von ihrem wilden Rock `n` Roll Leben berichten. Denn das war wirklich Rock `n` Roll vom Schlagzeuger.

Im November kam die Pariser von „Street Poison“ zu Gast in den Steelbruch und der Bassist stellte sich als sehr großer Fan des „Ostdeutschen Pfeffis“ heraus. Sein Ding, worauf er geradewegs zu lief. Nach 4 – 5 Flaschen am Ende des Konzertes trank er die letzte Flasche auf EX aus und viel vor der Bar Rückwärts um mit den letzten Worten auf den Lippen als er die Flasche von Hals absetzte „I`m the Pfeffiman!“. Das ganze schrieb er am nächsten Tag im Club auf das Plakat von der Show, was an unserer Plakatwand hängt. Könnt ihr ruhig mal suchen bei eurem nächsten Clubbesuch. Da hängen zum Bespiel auch einige Setlisten von so manchen Bands dran. Nur so am Rande.

Weiter geht’s mit unserm Hardcore Fest im Januar 2016 als der Laden zum ersten mal so richtig voll war, waren mindestens genauso brechendvoll die Gäste als das Fazit des Abends eine gebrochene Hand und Schnittwunden von kaputten Bierflaschen waren.

Das auch Wochenshows in der Provinz voll werden können, zeigte sich im Oktober 2015 als „Harrington Saints“ aus den USA zum zweiten Mal zu Gast in Hütte  waren und Olaf fleißig für alle seinen selbstgemachten Eierlikör ausschenkte. Die Aftershowparty davon, wollen wir hier erst gar nicht erwähnen. Soll in Insiderkreisen legendär gewessen sein.

Genauso wild ging es bei der Aftershowparty im Februar 2016 her, als „Cheap Stuff“ und „Strongbow“ hier zu Gast waren. Bei der es ein spontanes Battle an den Turntables zwischen DJ Lockenkopf und DJ Falk`N`Roll aus Berlin gab. Nach dieser Party, die bei einigen Beteiligten irgendwie Tage anhielt, musste gleich anschließend der Backstage renoviert werden.

Bei irgendeinem Konzert, welches mir entfiel, kamen wir am nächsten Tag nicht mehr in die Personaltoilette hinein und der Schlüssel steckte auch noch zugeschlossen von innen drin. Ein klare Sache für Aktenzeichen XY ungelöst, denn wie der Übeltäter da aus dem Klo wieder raus kam, ist uns heute noch ein sehr großes Rätsel. Maria musste dann die Tür in bester MacGyver Manier knacken und das Dilemma beenden.

Beim 10.Jahre Steeltown Records Festival im Mai 2016 machten die Jungs und das Mädel von 51 Grad die Nacht zum Tag, zogen mit Stadtbekannten Leistungsträgern um die Häuser und kamen total Zerstört am nächsten Tag zum Frühstück wieder in den Club. Und dabei hatten wir sie den Abend zuvor schon zu Bett gebracht. An diesem Abend kamen die „Cunninghams“ als erste Band auch zum zweiten Mal wieder in den Steelbruch. Ich würde mal sagen, doppelter Eintrag in der „Hall of Fame“ des Steelbruch. „High Society“ als generelle Rekordhalter kamen zum 4. Mal nach Eisenhüttenstadt und das in den 4.Club, in den wir sie einluden nach „Headstrongs“, „Marchwitza“ und „Gewölbe“. Vermutlich ein völlig normale Sache für Berlin aber definitiv ganz fett für unser kleines gallisches Dorf namens „Eisenhüttenstadt“.

 Im Juni waren “Concrete Elite” aus Texas zu Gast im Steelbruch. Jeder der irgendwie schon mal mit Bands unterwegs war, weiß das es in jeder Band eine Pussy gab. So auch bei Concrete Elite. Am Konzerttag landete am frühen Morgen eine eMail im Steeltown Records Headquarter, mit der bitte: “könnt ihr eventuell auf die schnelle eine Anti-Pussy-Laegue Shirt gestalten und drucken?” Gleich zur Chefsache erklärt, wurde dem Drummer der Band am Abend vor dem Konzert feierlich sein neues T-Shirt überreicht. Der Stoff aus dem “on the road” die wahren Geschichten sind.

Mit „Arthur & the Spooners“ beim 1.Clubgeburtstag merkten wir, dass wir unsere Fühler auch mehr in den Reggae & Ska Sektor ausstrecken müssen. Den egal wie viele Leute solch ein Konzert besuchen, alle tanzen!

Mit unseren Sommerkonzerten von der „Music Loves all Colors Reihe“ (mit „Topnovil“, „Reno Divorce“, „Tobende Ossis“ + „Violent Stomp“) und auch das Konzert mit „Don Gatto“ kristallisierte sich sehr stark heraus, dass wir das zur Tradition werden lassen sollten. Viele Leute, gute Stimmung und einfach mal die heißen Sommernächte bei kühlen Bier, guter Stimmung und Musik mit internationalen Flair. Einfach fantastisch!

Der Punkrockhighlight des Jahres war das Konzert erst letztens (Anfang Oktober) mit „Sniper 66“ aus Texas, „Lord James“ aus Cottbus uns „East End Chaos“ aus Löbau. Voller Laden, gute Stimmung und ich  wäre sogar dafür das Lord James jetzt jedes Jahr ein Heimspiel mit der Mannschaft in Hütte austrägt. Seit diesem Abend und seid Sniper 66 wissen wir, dass wir auch eine Waschmaschine im Club brauchen für die dreckige Wäsche, die anfällt wenn Bands auf Tour sind. Gleich Nägel mit Köpfe gemacht und so stand eine Woche später im Club eine Waschmaschine.

Als „Street Lights“ aus Polen und „Deceit“ aus Schottland eine Woche danach zu Gast im Steelbruch waren, wurde erstmal Hardcore-Yoga zum Frühstück gemacht. Passend zu den Klängen von „Kung-Fu-Fighting“. Herrlich! Die Jungs meinten, dass machen sie jeden Morgen.

Da kann man nur gespannt sein, was uns die nächsten Konzerte noch alles so für nebenbei Geschichten bringen. Eines wissen wir aber jetzt schon?! Es wird hier nie Langweilig! Ich hoffe wir sehen uns alle am 11.11.16 zu „Hateful“ aus Schottland und „Bovver 96“ aus den USA wieder und genauso auch am 18.11.16 zu „Deep Shining High“ aus Dresden und „Aggressive“ aus dem Pott.

 

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Bis dahin…Euer stiller Beobachter Thomas x Lockenkopf