COCK SPARRER & DROPKICK MURPHYS IN LONDON: ROCK THE ALLY PALLY!

Mike und seine STREET DOGS ziehen auf Abschieds-Tour, die hinterbliebenen DROPKICK MURPHYS gaben letzten Samstag in London eine recht pompöse Gala: Im prächtigen ALEXANDRA PALACE (vom Volkmund kurz „Ally Pally“ betitelt) in Haringey, wo sonst biergetränkte Dartpfeile in Turnierstärke unterwegs sind, feuerten DKM ein perfekt inszeniertes Doppel-Feuerwerk an Video/Audio-Kunst ab. Präzise wie ein guter Chirurg!

Der Fachmann weiß: Um Ton und Video synchron zu halten, muß „auf Klick“ gespielt werden. Für die meisten Punk/Oi!-Kapellen eine große Unbekannte aus dem Reich der Zauberei, für DKM eine offenbar leichte Übung. Al Barr kam bei seinen Einsätzen etwas verloren rüber, die breite Brust gehörte an diesem Abend Bandchef Ken Casey.

Apropos breit, die breite Aufstellung der zahllosen DKM-Musikanten wies rein optisch Parallelen zu “Lord of the Dance” auf, so viel Personal kennt man üblicherweise nur in der Big Band-oder Musical-Scene.

Ein DKM-Foto mit kompletter Band hätte raffinierte Weitwinkel-Technik erfordert, deshalb hier ein Schnappschuß vom heimlichen Headliner des Abends. SPARRER, geht immer:

Der Eintrittspreis war für zwei Bands dieses Kalibers in einer hochkommerziellen Location überraschend moderat, der finanzielle Nackenschlag wurde dafür eiskalt am Bierstand verteilt, da ging es schon mal mit GBP 6 (entspricht aktuell 7,032 Euro) zur Sache. In ganz  London eine gängige Praxis, will man auf diese Weise den Brexit refinanzieren? 

Gegen Ende der Veranstaltung war, überraschend bei diesen Preisen, das Bier alle und lediglich ein WHITE INDIAN PALE ALE war erhältlich.

Eine Köstlichkeit für Kenner: Schmeckt dominant nach Lavendel-Aroma auf Erdölbasis, bringt somit den Zauber der Provence in den Plastikbecher. Rafiniert! Oder auch nicht. Nachdem die Briten vergeblich versucht haben, einheimische Highlights (LONDON PRIDE..) mit fremden Großartigkeiten (FOSTERS) zu vertreiben, schlägt jetzt in ganz London der IPA/Craft Beer/Hausbrauerei-Wahnsinn zu. Gefühlt jede Pinte mit Wasser-Anschluß braut jetzt ein eigenes Bier, mit teilweise bescheidenem Erfolg, dafür mit riskant erhöhtem Preis. Prosit!

Davon ab ist London immer noch eine Reise wert, auch wenn die gemütlich-schmutzigen Ecken (aka Pubs und Clubs) in zentraler Lage mehr und mehr verschwinden und man die Brieftasche massiver bestücken muß.

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