Freiraum Eisenhüttenstadt

Steelbruch6 Jahre ist es nun her, wo der Jugendclub „Trockendock“ abgerissen wurde. 8 Jahre ist es her, wo das „Café Ole“ seine Pforten schloss. 11 Jahre ist es her als „der Maxi“ abbrannte. Ebenso ist es 11 Jahre her, als aus dem Jugendclub „CIS“ ein Altersheim wurde. Aber eins blieb all die ganze Jahre bestehen!? Eine spezielle Jugend für die es keinen Platz mehr gab in dieser Stadt und die dadurch immer und immer mehr ihr Identität verlor und trotzdem verzweifelt danach suchte. Das war der Beweggrund und Antrieb für einige alt „Eingesessene“ aus diesen verschiedenen Clubs sich vor 7 Jahren zusammen zuschließen und den Verein „Steelbruch -20°“ zugründen, um genau dieser doch so anders tickenden und freidenkenden Jugend (einschließlich diesen alt Junggebliebenen) in der Stadt etwas zu bieten!? Was ihnen keine Disko je geben kann und was Ihnen keine staatlich vorgeschriebene Kultur je bieten konnte??? Veranstaltungen aus eigener Kraft und Leidenschaft jenseits des Mainstreams und einfachen Konsums, wo der Grundkonsens laute Musik ist und man Teil einer sogenannten Subkultur ist, die vielfältiger und bunter ist als jede deutsche bürokratische Schublade. Die man nicht einfach in 3 Sätzen erläutern oder erklären kann. Die man in seinem Aussehen nicht definieren kann und auch nicht so larifari, in Rechts und Links spalten oder aufteilen kann. Weitblickend ausgedrückt, ist es ein Lebensstil den jeder Einzelne auf seine eigene Art & Weise gegangen ist und ihn in dem Rhythmus fühlt und lebt, wie sein eigener Herzschlag schlägt und nicht der, einer ständig vorgeschriebenen Norm. Sicherlich braucht man Struktur im Leben! Besonders in jungen Jahren! Klar braucht man Geradlinigkeit und Regeln! Aber man braucht mit Sicherheit auch das Chaos und einen dazugehörigen Spaß + Freiraum im Leben, um sich genau diesen wichtigen Dingen überhaupt wieder bewusst zu werden! Um den Druck und das Ventil des Alltag loszuwerden, der sich täglich auf das Neue immer und immer wieder aufstaut. Noch kaum fassbar aber doch tatsächlich greifbar nah, hat nun der Steelbruch -20° e.V. die passenden Räumlichkeiten gefunden und sich dort eingemietet, um der Stadt Eisenhüttenstadt wieder ein Gesicht zugeben, und der Jugend eine selbstgestaltete Zukunft zu geben fernab vom Massenkonsum und Verdummung. Artenvielfalt ist eben Lebensqualität!