Reisebericht Belfast (Nordirland) 2018

Wir schreiben das Jahr 2018 und ich stehe gerade in der einst gefährlichsten Stadt der Welt herum. Belfast. Wer sich mit der Geschichte der Iren und Briten speziell in Nordirland beschäftig hat, weiß wie sehr sich dieser Konflikt in den Köpfen der Leuten eingebrannt hat und wie kontrovers er doch ist. Ausgerechnet gestern war auch noch der nationale Feiertag und Sieg der Briten über die Iren und man sieht es überall in der Stadt, in den protestantischen Vierteln und speziell in desen Pubs. Mir schauert es sehr, nur der Gedanke daran, und es liegt auch eine gewisse Spannung in der Luft. Auch wenn die letzte Bombe nun 13 Jahre her sein soll. So wie einst die Titanic im größten Schiffsbauhafen der Welt von Belfast auslief und sank, sieht man noch heute auch hier die Hoffnung, dass vielleicht auch irgendwann sich dieser Konflikt lösen könnte. Die deutsche Touriguidleiterin erzählt im Hop-on Hop-Off Bus, dass Belfast nun nach Tokio die zweit sicherste Stadt der Welt sein soll.

In einem persönlichen Gespräch mit uns, glaubt sie diesem selber aber auch nicht wirklich. Bei den jungen Bewohnern dieses Landes sieht man, dass sie Kriegsmüde sind und sich nach Frieden sehen. Selbst der Straßenmusiker am Straßenrand sagte als letzten Satz zu mir…Hey, we are a one World, bro!“ Ein Color-code beherrscht das Stadtbild und die Protestanten tragen ausschliesslich ihre in Kleidung den Farben des Unionjacks weiss, blau, Rot und die Katoliken alle anderen bunten Farben. Echt abgefahren das Ganze. Was mir aber gleich von Anfang an auffällt, ist, dass Belfast dadurch seine eigene Identität und seinen eigenen Charme in einer gentrifizierten Welt bewahrt hat und man sich auch wirklich sehr überall auf die wenigen Touristen freut, die hier stranden. Laut dem Guide gibt es aber schon exate Pläne und Baumaßnahmen die schon laufen, wie sich das alles aber ändern soll in den nächsten Jahren. Maria, war erschrocken wie viel sich schon in den letzten 13 Jahren verändert hat, wo sie das letztemal hier gewesen war. Aber ihr läuft es auch gleichzeitig eiskalt den Rücken herunter, als sie sich zurück erinnert, dass an einer Stelle wo sie war, eine halbe Stunde später damals eine Bombe hochging. Mein Ziel war eigentlich der Plattenladen „Good Vibrations“ der einst die Undertones, Stiff Little Fingers oder The Outcasts entdeckt hatte und in den ganzen Jahren das Gleichgewicht, Realitätsflucht, die Ausstiegsvariante und Vision eines Ende dieses Krieges hatte. Doch leider schloss er nun endgültig nach 40 Jahren seine Pforten für immer. Ihr solltet euch davon den Film mal anschauen mit gleichnamigen Titel.

Sehr empfehlenswert. Mein persönlich Fazit und Mahnmal von Belfast sind unsere geteilten deutschen Köpfe in Ost und West und dem Islamwahn in unserer westlichen Gesellschaft. Ich bin froh, dass ich diese Stadt sehen und erleben durfte, und wünsche mir für ihre Bürgen irgenwann mal Frieden mit Vergebung untereinander. Am selbigen Abend fielen dann Schüße in (London)Derry und Belfast, da die Stimmung durch den Brexit sehr doll angespannt ist.

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